Warum ich heute nicht mehr reise wie früher

Wie ich früher reiste

Früher war alles anders, hört man sie immer sagen. Und ich stimme zu. Es war anders. Aber mein früher ist nicht 40 Jahre her, sondern erst 10 Jahre. Damals bin ich anders gereist. Mit wild gepacktem Rucksack und ohne jegliche Überlegung. Ich stopfte alles hinein um am Ende festzustellen, dass ich entweder zu viel eingepackt habe oder mir einfach noch eine Menge fehlt und ich dazukaufen musste. Die Ziele waren mir damals egal. Hauptsache weg, hauptsache Sonne und hauptsache billig. Meistens reiste ich mit Rucksack, meistens mit zu vielen Schuhen und manchmal mit viel zu wenigen. Flip-Flops hatte ich allerdings immer genügend dabei.

Wohin ich heute reise

Heute wähle ich meine Reisen sehr bewusst. Nach dem Ort und nicht nach dem Preis. Ich präferiere nicht mehr Strand und Sonne, auch wenn es ab und zu mal angenehm ist. Ich bevorzuge eher ausgefallenere Orte wie zum Beispiel einen Roadtrip auf Island im Winter. Ich erkunde Regionen, die mich aufgrund der Landschaft und der Vielfalt reizen, anstand mich wochenlang an den Pool zu legen. Na gut, ich gebe zu, ab und an ein paar Tage Strand und Meer tun der Seele gut. Jedoch schaue ich heute nicht mehr so auf das Kleingeld, sondern wie ich das meiste bei dem Budget herausholen kann an einem Ort, der mir wirklich viel bietet. Und einem ordentlich gepackten Rucksack…

Wie ich heute packe

Heute packe ich nicht mehr ohne mir Gedanken zu machen. Ich packe und reise funktional, aber mit einem gewissen Stil. Ich besorge mir vor meiner Reise die richtige Kleidung, die mir eventuell noch fehlt. Ich schaue auf den Zweck und darauf, dass ich zum Beispiel ein Shirt nicht nur tagsüber sondern auch mal Abends zum Ausgehen tragen kann. Ich achte auf Langlebigkeit und habe auch ein paar Lieblingsmarken. Für kältere Regionen packe ich z.B. immer auch ein paar Longsleeves ein. Stichwort: Zwiebelprinzip! Vor Jahren schon habe ich hierüber einen interessanten Artikel gelesen und schwöre seitdem auf dieses Prinzip. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mehrere Lagen übereinander sehr viel wärmer halten als ein einziger dicker Winterpulli. Für den Strand habe ich die passende Badeshorts, die seit Jahren hält. Quasi eines meiner Basic-Teile.

Warum reisen mit Stil?

Wenn ich reise, trage ich keine Hemden mit hochgestelltem Kragen und keine Stoffhosen. Aber warum darf man keinen Stil haben, wenn es bequem und zweckmässig ist? Ich bin nicht der Typ, der sich in Asien eine Hose mit Elefantenaufdruck auf dem Markt kauft und einen auf Alternativ-Hippster macht. Ich mag es, wenn man sich vernünftig kleidet, auch wenn es tagsüber mal die Shorts mit Shirt und ein paar Sneakers sind. Übrigens mein Lieblings-Outfit unterwegs. Abends im Restaurant darf es dann auch eine lange Hose und ein legeres Hemd sein. Ich gehe Abends in lokale Bars und Restaurants und treffe auf Einheimische, die sich ebenfalls vernünftig kleiden und dort nicht in Badehose und Unterhemd sitzen. Selbst in warmen Ländern kleiden sich Einheimische zum Ausgehen vernünftig, oft mit langer Hose. Ich finde, dass es eine gewisse Art von Respekt ist, sich den Einheimischen anzupassen und macht einen nicht zum Snob.

Warum man sich Gedanken darüber machen sollte, was man einpackt

Glaubt nicht, dass ich auf Reisen nur Hemden trage. Ich finde, man sollte sich gut überlegen, was man einpackt und ein guter Mix ist halt wichtig. Das ganze kommt dann in meinen 60l Rucksack, alles fein in Packwürfel sortiert, um keinen Überblick zu verlieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Reisenden war ich bei der Anschaffung meines Backpacks auch nicht so wählerisch. Bequem und funktionell sollte er sein und dafür musste es nicht unbedingt der teure sein. 60 Liter Packvolumen haben für mich völlig ausgereicht, denn schlussendlich sollte einem auch bewusst sein, dass man diese 60 Liter tragen muss. Man hat all das Gewicht auf den Schulter und muss unter Umständen eine längere Strecke zurücklegen. Da ist es doch klug, wenn man sich vorher genau überlegt was man einpackt, oder? Und so versuche ich einen Tag möglichst gut abzudecken und das dann mal 7 Tage, auch wenn ich mehr als 7 Tage verreise. Denn waschen kann man fast überall, aber mehr als 12kg tragen ist eine Zumutung. Und erfahrungsgemäß packt man eh immer zu viel ein. Gerade in kalten Regionen wird es dann zur Herausforderung. Sind dir schonmal die Arme nach 2 Kilometern zu Fuß und 15 Kilogramm auf dem Rücken eingeschlafen? Nicht? Mir schon und es ist kein schönes Gefühl. Daher ist das Zwiebelprinzip nicht nur beim Tragen der Kleidung klug, sondern auch für das Packen. Ich gehe da meistens von drei Basicteilen aus, die ich unter einem Pullover oder einem Hemd gut tragen kann. Shirts und Longsleeves. Gerade hier ist die Qualität wichtig. Schnelltrocknend und am besten aus Baumwolle um nicht wie verrückt zu schwitzen. Gerade bei Basic-Teilen schwöre ich auf die Shirts und Longsleeves von Esprit. Für mich persönlich stimmt hier einfach das Verhältnis von Qualität und Preis, gepaart mit modischem Schnitt. Und nebenbei mag ich einfach die kleinen, aber feinen Details. Ich habe schon so einige andere Marken ausprobiert – günstigere, sowie teurere „spezielle“ Outdoor-Marken, aber irgendwie bleibe ich immer bei Esprit hängen. Hier finde ich komischerweise beim stöbern immer etwas. Selbst, wenn es nur ein Basic-Shirt oder eine Sonnenbrille ist. Ich darf mich nicht umsonst inzwischen zum Platinum-Kunden der Marke mit den kleinen roten Labeln zählen 😉 Die Bedeutung von Stil auf Reisen sollte man einfach nicht leugnen und seinem Stil auch unterwegs treu bleiben.

Warum eine Packliste keine schlechte Idee ist

Ich werde dir jetzt keine Packliste für ein bestimmtes Land vorstellen und dir vorschreiben, was du einzupacken hast. Aber lass dir gesagt sein, dass du dir selbst eine Liste erstellen solltest. Fang ruhig ein paar Wochen vor Reisebeginn an. Mach dir irgendwo kleine Notitzen. Ich habe z.B. immer ein kleines Notizbuch dabei in dem ich mir Sachen merke oder ich packe mir Post-its ins Auto mit kleinen To-Do Listen. Du wirst merken, dass dir immer wieder ein paar Dinge einfallen, die du schnell wieder vergisst, wenn du sie dir nicht aufschreibst. Gerade bei so kleinen Dingen wie Ladegeräten, Ersatzakkus oder Reiseadaptern kommt es oft vor, dass diese gerne vergessen werden. Ich bin auch gut darin eine Zahnbürste zu vergessen, daher gehört diese auf jeden Fall auf deine Liste. Deine Packlisten kannst du auch aufbewahren, sammeln und immer wieder bearbeiten. Du wirst sicher mal in ein Land mit ähnlichen Anforderungen reisen. Und wenn eine Reise mehr als eine Woche Strand und Sonne ist, sondern auch mal drei Wochen Island oder ein Roadtrip durch Sardinien, dann pack am besten vorher mal Probe. Oft passiert es nämlich, dass man beim packen gerne mal was dazu packt und es am Ende doch zu viel wird. Da ist es gut, wenn man noch genug Zeit hat noch einmal auszupacken und neu zu packen. Du wirst sehen, dass du oft vieles davon nicht brauchst.

Stilvoll reisen und doch immer noch der 18 Jährige im Kopf

Heute reise ich einfach anders wie vor 15 Jahren. Ich weiß, was ich will und was mich am reisen reizt. Ich mag Herausforderungen und bin trotzdem gerne im jeweiligen Land an die Einheimischen angepasst. Ich bevorzuge es, mich nicht wie ein auffälliger Tourist zu kleiden und bin im Kopf trotzdem noch der Junge, der gerne Gassen und neue Pfade entdeckt. Das kann ich doch auch geduscht und in vernünftiger Kleidung. Nicht, dass ich mit 18 ungeduscht durch die Lande gestreift bin, aber heute probiere ich gerne neues aus und habe durch meine Situation auch mehr Möglichkeiten dazu. Ich lege Wert auf Kleidung die nicht billig, sondern qualitativ hochwertig und vor allem langlebig ist. Dafür muss es nicht unbedingt die teure Outdoor-Marke sein. Und so wie ich mich inzwischen zu Hause gerne stilvoll kleide, so reise ich auch. Nicht der Preis, sondern die Qualität macht es aus. Und unterwegs kann ich mich dann auf das verlassen was ich eingepackt habe und meinem noch immer jugendlichen Wahnsinn nachgehen und neugierig durch die Straßen streifen.

Packlisten-Vorschläge in Bildern

Packlisten gibt´s im Netz wie Sand am Meer… Ibiza, Mykonos oder doch Island? Eine allgemein gültige Packliste gibt´s wohl nicht. Die Packliste fällt oft genauso vielfältig aus wie deine Reisedestination. An erster Stelle steht meist immer die Frage Rucksack oder Koffer!? Ich entscheide mich fast immer für den Rucksack. Daneben nehme ich meist noch einen Daypack mit. Oft ist dies ein kleinerer Rucksack, aber bei mir immer öfter auch eine stylische Weekender-Bag. Finde ich irgendwie schöner als einen klassischen Rucksack. Anschließend die passenden Schuhe, Badeshorts und Sonnenbrille je nach Urlaubsland und dann noch die ganzen unverzichtbaren Basics, wie beispielsweise Zahnbürste, Ladekabel und und und… Nur eines ist am Ende noch ganz wichtig: Nicht zu viel einpacken!

Was packst du so ein? Machst du dir eine Packliste? Dann hinterlasse doch einen Kommentar und teile deine Erfahrungen! Und natürlich freue ich mich riesig über jeden neuen Follower auf facebookInstagram oder Pinterest

Über den Autor

Hi, ich bin Dennis. Blogger, Globetrotter, Music Lover und der Gründer von "stoptaste". Ich liebe und interessiere mich für viele Dinge, doch meine große Leidenschaft ist das Reisen. Könnte ich es mir aussuchen, würdest du mich in Flip Flops am Strand eines Ozeans, mit der Kamera in der Hand und dem Campingbus im Hintergrund, treffen.

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