„Die Kunst des Genusses besteht darin die vielen kleinen Dinge zu erkennen, die das Leben soviel schöner machen können.“ – Maria Strauss

Reisen ist sehen, hören, fühlen und vor allem auch: schmecken! Gerade in fremden Ländern gibt es immer etwas neues zu entdecken und zu probieren. Auf Reisen neues Essen oder Geschmäcker zu entdecken macht unglaublich viel Spaß und gehört zu meinen liebsten Beschäftigungen unterwegs. Um neue Sachen auszuprobieren muss man aber nicht immer weit reisen, habe ich gelernt. Manchmal liegt das Schöne ganz nah und man kann seine Gelüste quasi direkt vor der Haustür stillen. So vor kurzem erlebt als für einen Tag in die Ruhrpott-Stadt Krefeld geladen wurde.

 

Krefeld? Gääähhn. Krefeld hat auf meiner Landkarte bisher keine große Rolle gespielt. Krefeld war eher die Stadt an der ich seit Jahren auf dem Weg zur Arbeit vorbeipendle und für mich nicht besonders nennenswert. Als Kind des Ruhrpotts eher eine weitere graue Ruhrpoot-Metropole ohne nennenswerte Highlights. Ich muss zugeben: Ich habe mich auch nie sonderlich mit der kleinen Stadt am Niederrhein beschäftigt. Umso überraschter war ich als ich eingeladen wurde einen Tag dort zu verbringen. Inzwischen hat sich mein Bild von Krefeld eindeutig verändert – ich durfte Krefeld als weltoffene, kreative und gar grüne Stadt kennenlernen. Heute weiß ich, dass die Stadt als eine der grünsten Großstädte Deutschlands gilt und es dort wahnsinnig viel zu sehen gibt. Zudem darf sich Krefeld nun damit rühmen mich für veganes Essen begeistert zu haben. Ich werde weder Veganer, noch schwöre ich dem Fleisch ab – allerdings habe ich gelernt, wie gut es sich vegan Essen lässt.

Gin meets Veggie – Eine gelungene Kombination

Alkohol und Healthy-Food? Nicht unbedingt die gelungenste Kombi, oder? Naja… Mein Highlight bei „1 Tag in Krefeld“ war definitiv das Gin-Tasting zum Ausklang des Tages. Bis dato wußte ich allerdings nicht, dass eben dieses in einem veganen Restaurant stattfinden sollte. Gut, gesundes Essen und Alkohol empfand ich jetzt nicht als die optimale Kombi, aber ich lasse mich gerne mal mitziehen und probiere Sachen aus. Gute Entscheidung! Ich habe mich zwar schon mit veganer Ernährung auseinandergesetzt, aber für mich steht fest, dass fleischlose oder gar vegane Ernährung nichts für mich ist. Lange Zeit hielt ich Vegan-Food eher für einen Trend – Was das ist, brauche ich wahrscheinlich nicht mehr erklären: Veganer verzichten auf alle tierischen Produkte. Im Gegensatz zu Vegetariern also nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf Milch, Käse, Eier… Mir ist das zu anstrengend: Ich mag meinen Auflauf überbacken und mein Steak blutig. Dennoch bin ich einfach zu neugierig um ein solches Event einfach an mir vorbeiziehen zu lassen und guten Gin mag ich sowieso.

Die Location

© Roman Poppe

© Roman Poppe

Gerrit und Kristina Mohr waren Gastgeber des Abends und luden in ihr kleines Paradies – Ihr Restaurant Untervegs. Inmitten bröckelnder Krefelder Fassaden hat sich das Ehepaar hier eine kleine vegane Oase geschaffen. Bevor die beiden ihr Restaurant in einem Krefelder Hinterhof eröffneten zogen die beiden mit einem Food-Stand durch die Lande und erfreuten die Kunden mit allerlei veganen Leckereien. Bis das Restaurant eröffnete war es ein langer Weg – einst mobiler Food-Stand, dann fester Stand auf dem Krefelder Stadtmarkt und schlussendlich charismatisches Hinterhof-Restaurant – und das ist wirklich gelungen! Gemütliche Atmosphäre, grüne Wände mit allerlei hübschen Bildchen und eine Karte die Gerrit, der männliche Part vom Untervegs, immer sehr kreativ gestaltet. Hier fühlt man sich auf Anhieb wohl! 🙂

Ich muss zugeben, ich war sehr skeptisch – das Thema „Vegan“ lässt mein Food-Herz nicht unbedingt höher schlagen. Im Untervegs durfte ich dann mal selbst probieren und sogar dabei zusehen und lernen wie man eine vegane Kleinigkeit zubereitet. Da dampften die Töpfe und das Tofu brodelte in der Pfanne. Nicht unbedingt die Zutaten, die ich sonst so zum Kochen verwende… Aber anschließend war ich total überrascht. Die neue Entdeckung auf meinem Teller hat so rein gar nicht nach Verzicht geschmeckt. Gesund, lecker und total schnell zubereitet. Kristina und Gerrit haben mir auf jeden Fall gezeigt, dass mein vorherrschendes Denken gegenüber veganer Kost nicht gerade richtig ist und gesunde Ernährung auch sehr lecker sein kann!

 

Wer mal in die vegane Kochkunst inklusive Wohlfühlatmosphäre reinschnuppern möchte ist hier genau richtig:

Untervegs
Diessemer Straße 166
47799 Krefeld

Kontakt:
Telefon: 02151 – 64 94 001
E-Mail: info (at) untervegs.de

 

Gin aus Krefeld – ein Klassiker neu interpretiert

Ich mag Kurzgeschichten. Kurz wie dieser Satz. Kurze Stories die auf den Punkt gebracht sind, aber dennoch vor Euphorie und Inspiration sprühen. Geschichten wie die von Martin Kern.

Um seine Geschichte zu erzählen muss ich dennoch kurz ausholen. Martin ist der Macher hinter ReGINerate. Und wenn ich Macher sage, meine ich Macher! Was Martin hier auf die Beine gestellt hat ist wirklich beeindruckend. Wer Martin über seinen Gin reden hört, merkt, dass Gin für ihn nicht nur ein verkaufbares Produkt ist welches er herstellt und vertreibt. Das, was er mit seinem Gin auf die Beine gestellt hat ist eine bzw. seine Berufung. Er hat sich mit Haut und Haaren seinem Gin verschrieben und das merkt man. Schnell lässt man sich von seiner Euphorie und Leidenschaft anstecken. Auf der Seite von ReGINerate ist von einem Projekt die Rede. Ich nenne es Lebenswerk. Zu gut ist das Produkt. Und vor allem die Geschichte dahinter.

Martin Kern

Martin ist Gin-Liebhaber. Sagt er selbst. Aber Gin zu lieben und selbst welchen zu produzieren sind zwei verschiedene paar Schuhe. Meine Meinung. Martin sah das anders. Er machte aus seiner Liebe eine Berufung und entwickelte einen Gin den er mehr liebt als das was bisher auf dem Markt erhältlich war. Genau richtig gemacht. Wieder meine Meinung. Aber nicht nur meine Meinung. Durchstöbert man das Netz nach seinem Gin liest man Statements wie: ReGINerate hat den Gin-Markt revolutioniert und sowohl Gin-Enthusiasten als auch Gin-Skeptiker begeistert (Quelle) oder Der perfekte Drink für einen lauen Sommerabend auf dem Sonnendeck (Quelle). Zudem steht Martin für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol.

Aber fangen wir von vorne an. Martin hatte keinerlei Ahnung von dem was er zu tun hat als er beschloss seine Leidenschaft zu einer Berufung zu machen. Er hatte nur ein Ziel: Richtig guten Gin zu produzieren.  Wie ahnungslos er war hat Martin mit einem prägnanten Satz formuliert: „Learning by burning!“ Das ist wohl sein Erfolgsrezept. Er genießt es Gin zu trinken, wollte aber etwas Eigenes. Etwas, was er mehr als mochte – etwas, dass er liebt. Und so hat er genau das Richtige getan: Er hat sein Ziel verfolgt. Etwas, was ich immer predige – Finde etwas für das du innerlich brennst und verfolge dein Ziel! Witzig, dass brennen hier so treffend passt:)

Getreu dem Motto Learning by burning hat Martin sich quasi im Selbststudium die Grundlagen des Gin-Brennens angeeignet. „Die Vorstellung und die Richtung des Gins war da – die Frage war nur, wie bekomme ich die hin?“ Die Feinheiten und das Brennen des finalen Produkts hat dann ein Mann vom Fach übernommen: Ernst Deselaers, Landwirt und vor allem gelernter Schnapsbrenner. Hier traf die Idee vom perfekten Gin dann auf denjenigen der die Idee umsetzen konnte. Ernst Deselaers ist Landwirt und Inhaber der Kornbrennerei Moosbur in Kevelaer. Und die Kombination Landwirt und Schnapsbrenner ist hierbei besonders wichtig, denn Ernst baut das Weizen, quasi der Grundstoff für das Ethanol des Gin´s und allen Alkohols, selbst an. Ich persönlich und sicherlich auch viele andere finden, dass das absolut für Qualität spricht. Jemand, der den eigenen Rohstoff für sein Produkt herstellt muss einfach wissen was er tut, oder?

Nachdem die beiden genügend geburnt haben ist dann das Produkt ReGINerate entstanden. Viel Fleißarbeit, noch mehr Talent und eine Prise Liebe haben das Produkt so werden lassen wie es heute ist. Und wisst ihr was neben einem hervorragenden Produkt ebenfalls wichtig ist um es erfolgreich zu machen? Stylische Produktgestaltung, ausgewählte Vertriebsschienen und ein gelungenes Off- wie Online-Marketing – und vor allem Leidenschaft! Wer handled das alles? Richtig, Martin Kern! Der Kopf und Macher hinter ReGINerate. Nicht nur gelernter Mediengestalter, ehemaliger Key-Account-Manager, sondern auch Self-Made Gin-Brenner, Product-Manager und Vertriebler… Hinter diesem Produkt steckt eine richtige Lebensgeschichte. Eine Geschichte, die ich mag und die mich inspiriert.

Schlussendlich kann ich nur schreiben was mein allererster Gedanke nach der Verkostung des Gins war. ReGINerate ist ein absolut rundes Produkt und ein Gin den ich am Abend trinken möchte. Flasche geöffnet, fruchtiger Geschmack in der Nase und anschließend auf der Zunge, kombiniert mit mega Design. Ganz anders als das was ich von einem Gin erwarte. Was habe ich erwartet? Brennenden Alkohol-Geschmack mit einer Prise Holz in altbackenem Design. Das war meine Vorstellung. Erwartet hat mich etwas ganz anderes. Und nachdem ich den Gin mit verschiedenen Tonic-Sorten probieren durfte und Martin mir einen Gin gezeigt hat der erst in Kürze auf den Markt kommt, weiß ich, dass Martin seine Zukunft gebrannt hat und ich einen neuen Lieblingsdrink gefunden habe.

Vielen Dank an Luna von Pentacom für die Einladung und den schönen Tag in Krefeld!

Warst du schon einmal in Krefeld? Dann schreib doch einen Kommentar und teile deine Erfahrungen! Und natürlich freue ich mich riesig über jeden neuen Follower auf facebookInstagram oder Pinterest

Über den Autor

Hi, ich bin Dennis. Blogger, Globetrotter, Music Lover und der Gründer von "stoptaste". Ich liebe und interessiere mich für viele Dinge, doch meine große Leidenschaft ist das Reisen. Könnte ich es mir aussuchen, würdest du mich in Flip Flops am Strand eines Ozeans, mit der Kamera in der Hand und dem Campingbus im Hintergrund, treffen.

2 Responses

  1. nike

    Schicke Zusammenfassung eines schönen Tages. Nur bei einem Punkt muss ich Dir widersprechen: Krefeld gehört nicht zum Ruhrgebiet! 😉
    Lieben Gruß
    Nike

    Antworten

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